Großes Theater für kleine Leute
Mittwoch, 28. November 2007
Ein hochkonzentriertes Publikum beim Kindertheater
Bevern (r). Kinder wie Erwachsene waren beim Kindertheater-stück „Wie Findus zu Pettersson kam” gleichermaßen von dem Geschehen auf der Bühne in der Schlosskapelle Bevern in den Bann gezogen. Die Puppenspielerin und Schauspielerin Ellen Heese vom Kasseler „theater en miniature” hatte die bekannte Geschichte des schwedischen Autors und Zeichners Sven Nordqvist sehr überzeugend umgesetzt.
Mit ihrer wandelbaren Stimme verlieh sie jeder Figur eine eigene Sprache, sei es der tiefe Bass von Pettersson oder die aufgeregte hohe Stimme von Findus. Das Stück war so geschickt inszeniert, dass selbst die kleinsten Zuschauer hochkonzentriert das Spiel verfolgten. Die Figuren, in offener Spielweise geführt, sind eng an der Buchvorlage orientiert. Insbesondere der alte Pettersson ist dabei von Mechthild Nienaber und Andrej Garin so faszinierend gestaltet, dass die Figur trotz starrer Mimik alle Gefühlslagen glaubwürdig darstellen kann.
Das Bühnenbild mit stilisiertem Haus und Hühnerstall stellte sich sehr vielseitig dar, irgendwo gab es immer noch eine kleine Schublade, Klappe oder Tür, in der sich vor allem auch die Mucklas verstecken können. Mucklas sind kleine Wesen, die verborgen in Petterssons Haus wohnen und immer alle möglichen Gegenstände verschwinden lassen. Während sich Findus mit den Mucklas anfreundet und sich mit ihnen unterhält, kann Pettersson die kleinen Wesen nicht sehen. Die erwachsenen Besucher des Kindertheaters konnten nach der Vorstellung besser nachvollziehen, warum bei ihnen zu Hause oftmals Kleinigkeiten verschwinden. Den Kindern war das natürlich schon länger klar.
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Bevern. Die beliebten Figuren Pettersson und Findus werden durch Ellen Heese lebendig. Fotos: TAH
