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Da amüsierten sich Oma und Enkel

Donnerstag, 15. Mai 2008

HNA 15 Mai 2008
Das theater en miniature spielte im Dock 4 „Wie Findus zu Pettersson kam”
KASSEL. Schnapp Oma (oder Opa) - und komm ins Theater! So lautete die Aufforderung des theater en miniature, der Jung und Alt ins Dock 4 folgten. Erzählt wurde ihnen dort eine Geschichte, die beide Gruppen ansprach: Wie Findus zu Pettersson kam.
Liebevoll gestaltete der in Russland geborene Andrej Garin das Bühnenbild. Und mit viel Witz und Tiefgang setzte Puppenspielerin Ellen Heese ihre Figuren in Szene. Mal schmunzelten die Enkel, dann wieder seufzten deren Großeltern. Großartig die Wandlungsfähigkeit der Stimme Heeses. Vielleicht wird sich
Spaß mit Pettersson und Findus: Ellen Heese brachte die Figuren zur Freude von Jung und Alt in Aktion.
Foto: Herzog
der eine oder andere wiederentdeckt haben im griesgrämigen Pettersson, der ewig schlecht gelaunt ist und sich in seinem Haus verkriecht.

„Ich habe heute wieder mal zu nichts Lust”, ächzte er den Kindern in der ersten Reihe immer wieder entgegen. Schwermut tut jedoch selten gut - und so darf sich der alte Mann schließlich glücklich schätzen, als der kleine Kater Findus plötzlich in sein Leben tritt. Der stellt das Leben von Pettersson fortan auf den Kopf - und wird sein bester Freund. „Die Geschichte spiegelt auch das Verhältnis von Enkeln und Großeltern wider”, erklärt Puppenspielerin Ellen Heese. In vielen Familien sei die Lust verloren gegangen, etwas gemeinsam zu unternehmen. „Dabei bringt das Freude, wie Findus und Pettersson zeigen.” Freude brachten auch die Mucklas. Das sind kleine Tierchen, die es nur in Märchen gibt. Erst verstecken sie Petterssons Hausrat, dann ärgern sie die Hühner. Am Ende aber zeigen sie doch ihre liebevolle Seite und helfen dem verängstigten Findus. (am)

Lebendiges Puppenspiel

Freitag, 13. Dezember 2002

Mit dem Kochlöffel gegen die Räuberschar
Das „theater en miniature” spielte im Dock 4 „Ali Baba und die 40 Räuber”
Von Hartmut Schmidt
KASSEL. Scheherazade braucht dringend ein neues Märchen und muss dieses dem Tuchhändler Mustafa abschwatzen. Und schon entspinnt sich in einer prächtigen Tuch-Kulisse zu orientalischer Musik und exotischem Stimmgewirr die Geschichte von Ali Baba, der zufällig auf einen sagenhaften Räuberschatz stößt und unversehens in Gefahr gerät.
Ellen Heese und Andrej Uri Garin, der in Jaroslawl Figurentheater studierte, hauchen dem Märchen ausgehend von der Rahmenhandlung mit ihren selbst gebauten ebenso markanten wie poetischen Puppen Leben ein.
Der brave Ali Baba verstrickt sich ungewollt immer tiefer ins Geschehen, Bruder Kasim muss als vom Reichtum geblendeter sein Kopf rollen lassen, da ihm trotz Kinderhilfe das „Sesam öffne dich” nicht einfällt, raffinierter sind da schon die Frauen. Listig tanzt Fatima schließlich als glutäugige Schönheit für den festlich bewirteten Räuberhauptmann, während die resolute Schwägerin in der Ferne die Räuberschar mit dem großen Kochlöffel zum Takt der Musik ins Koma befördert. Andrej Uri Garin und Ellen Heese sind dabei ein perfekt eingespieltes Team, welches exakt zur geschickt eingesetzten spannungssteigernden Musik von Jojo Ludwig (toll, wie ein mächtiger Klang das Öffnen des Tores akustisch vergrößert) agiert. Dieses „theater en miniature” wechselt im fließenden Übergang Rollen und Perspektiven und Ellen Heese lässt mit ihrer wandlungsfähigen Stimme gleich acht Räubertypen auf einmal in einen Dialog mit dem knurrigen Hauptmann treten.
Ali Baba ist ein höchst empfehlenswerter Genuss für alle jungen und jung gebliebenen Freunde des Figurentheaters und so wurde am Sonntag die Premiere im voll besetzten Dock 4 zu Recht gebührend gefeiert.

Alibaba und die vierzig Räuber
zu dem Stück

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