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mehr zum Thema ‘Musik’

Als überraschende Zugabe spielte die Schülerin auf dem Wunderklavier.

Freitag, 05. Dezember 2008

Markgröninger Nachrichten

Mozart statt Nikolaus

Der Förderverein der Glemstalgrundschule überraschte die Grundschulkinder zum Nikolaus mit einem humorvollen Streifzug durch Mozarts Leben und seine Musik.
Ellen Heese verzauberte mit ihrem „Theater en miniature“ Schüler und Lehrer. Die kleine Puppe Mozart entstieg dem Wunderklavier. Vorwitzig führte Mozart mit der frechen Hundepuppe „Caruso“ und der Pianistin Ida Rubinstein Zwiegespräche. So kommentierte der Hund Caruso das Küssen zweier Liebenden in Hundemanier: „ Oh, der schlabbert sie ab!“ Die drei zogen die jungen Zuschauer mit der Oper „Don Giovanni“ in ihren Bann. Mit ihrer variantenreichen Stimme gab die Puppenspielerin allen Figuren eine eigene Persönlichkeit.
Heute: Mozart! Grundschule
Als überraschende Zugabe spielte die Schülerin Theresa Binder ein weiteres klassisches Musikstück „Mozart“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Wunderklavier. Sie vertiefte den Eindruck der klassischen Musik bei ihren Mitschülern und beendete das unvergessliche Erlebnis.
Heute: Mozart! Grundschule



Heute: Mozart!

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Ein Kater mischt Petterssons Eremitendasein auf

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Schwetzinger Zeitung
Rose-Saal: Ellen Heese und das „theater en miniature” überzeugen mit dem munteren Figurenstück „Wie Findus zu Pettersson kam”

Der Alte und der Kater: Ellen Heese hauchte mit ihrem engagierten Spiel den beiden Figuren von Sven Nordqvist charmantes Leben ein.

OFTERSHEIM. Mucklas sind bekanntlieh äußerst sensible Wesen. Darum hieß es im Roses-Sal: „Handys aus, nichts essen und keine unnötigen Geräusche, sonst sind sie bald wieder verschwunden. So sie denn überhaupt auftauchen.” Mucklas leben im Haus vom alten Pettersson. Sie zeigten sich an diesem Nachmittag, soviel sei verraten, doch sie standen nicht im Mittelpunkt der Inszenierung.
Vielmehr drehte sich die Geschichte um ein kleines Kätzchen, um einen Kater, der das Leben des etwas schrulligen alten Mannes alsbald umkrempeln, aber vor allem lebenswerter machen sollte. „Wie Findus zu Pettersson kam”, so lautete der Titel des Stückes, das Ellen Heese vom „theater en miniature” mitgebracht hatte. Das Licht ging aus, die Spannung stieg, Musik erklang aus dem alten Grammophon und schon beim ersten Auftritt der Mucklas hatten die Kinder großen Spaß.
Der Blick des jungen Publikums wird dabei vermutlich vor allem den beiden großen roten Kisten gegolten haben, die im Verlaufe der Inszenierung als kreative und mit vielen Details versehene kleine Bühnen dienen sollten. Pettersson ist mürrisch an diesem Morgen. Wie so oft. Zu nichts hat er Lust, was Ellen Heese im gelungenen szenischen Spiel hervorhebt. Nicht einmal zum Angeln will er gehen und… jf
Doch nun hält die Erzählerin inne. Habe sie doch glatt die falsche Plattenseite aufgelegt, gibt sie mit einem Augenzwinkern zu verstehen, und beinahe die falsche Geschichte erzählt. Also alles wieder auf Anfang, die Tür der Kiste öffnet sich und Pettersson gibt sich die Ehre. Gekonnt und mit enormem Fingerspitzengefühl wird er dabei von der Puppenspielerin zum Leben erweckt. Viel Wert wurde ganz augenscheinlich auf die Beleuchtung gelegt. Ellen Heese wird ins rechte Licht gerückt, soll heißen, sie tritt in den Hintergrund und belässt den Fokus auf ihren Puppen, welche die Kinder augenblicklich in den Bann ziehen. Eine Kiste findet Pettersson vor. Eine Kiste, die sich bewegt und aus der nur wenig später der kleine Findus steigen soll. „Süßes Kerlchen”, meint Pettersson sofort. Mit ausdrucksstarker und überraschend wandlungsfähiger Stimme weiß Heese zu überzeugen. Die Kinder nehmen ihr gerne auch die Rollen als Findus, Pettersson oder als Erzählerin ab und sogar den Erwachsenen zaubert sie ein Lächeln auf die Lippen, wenn sie mit großartiger Stimmschattierung die Mucklas zum Sprechen bringt.
Eines wird ganz schnell ganz deutlich: da bahnt sich eine große Freundschaft zwischen dem kauzigen alten Mann und dem quirligen Kater an. Vorsicht vor den verrückten Hühnern muss Findus dabei nicht haben. „Ein lieber Kater”, befindet das Federvieh nach kurzer Zeit und wenn Findus wirklich ein mal Angst haben sollte, vor dem großen, aber durchaus harmlosen Dachs etwa, dann gibt es ja immer noch den Beschützerinstinkt von Pettersson. Und die umtriebigen Mucklas, welche zwar nur die Kinder sehen können, die für Pettersson je doch gerne eine „Socken-Spur” aus legen, um ihn bei Bedarf auf den richtigen Weg zu führen. kr

Pettersson und Findus

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Auf den guten Ton kommt es an…

Dienstag, 03. Juni 2008

Der MP3-Player von M. Maares – ein Lichtblick im Dschungel moderner Tontechnik.

Wenn man – wie wir - eine Inszenierung als ganzheitliches Kunstwerk betrachtet, ist eine gute Ton- und Lichttechnik für eine gelungene Theatervorstellung ebenso wichtig wie die Figuren, das Bühnenbild, die Regie, das Spiel, die Geschichte – und natürlich die Raumatmosphäre und die Zuschauer.

Für den mobilen Betrieb muss die technische Ausstattung natürlich besonderen Anforderungen genügen. Leicht muss sie sein, schnell auf- und abbaubar, und sie muss zuverlässig funktionieren. Was das Licht betrifft, können wir uns seit Jahren auf das allseits beliebte Compulight verlassen. Bei den – sehr seltenen – Pannen kann man ja immer noch die Scheinwerfer direkt in die Steckdose stecken.

Beim Ton sieht das schon anders aus. Sind wir anfangs noch mit einem Ghettoblaster losgezogen, besteht die Tontechnik heute schon aus mehreren Komponenten, die miteinander verbunden werden. Ein Abspielgerät für die Musik, eine kabellose Mikrofonanlage mit Sender und Empfänger, ein Mischpult und Boxen gehören mittlerweile bei den meisten Puppenspielern zur Standartausrüstung. Mit so vielen Einzelkomponenten ist damit die Tontechnik wesentlich störungsanfälliger.

Viele Jahre haben wir unsere Musik mit einem MD-Gerät abgespielt, das zusammen mit einem Mischpult und einem Mikro-Empfänger in ein Rack eingebaut wurde. Es war groß und relativ schwer, lief jedoch auf Rollen. Die Qualität war gut, und die Zuverlässigkeit akzeptabel.

Doch die technische Entwicklung ging mit großen Schritten voran. Bald waren gute MD-Geräte nur noch gebraucht zu bekommen – ein Auslaufmodell. Man riet uns, einen Laptop zu benutzen, das sei das zukunftsfähigste System. Klein, handlich und jederzeit programmierbar, kann man so ein Notebook ohne Probleme mit Mikrofon und Boxen verbinden. Eine entsprechende Tonbearbeitungs-Software hatten wir bereits. Doch was war mit der Zuverlässigkeit? Aufgrund der zahlreichen Pannen mit unseren Computern im Büro schien uns der Einsatz eines Laptops bei Auftritten doch mehr als heikel zu sein. Bei unserer Mozart-Inszenierung bot sich dann eine perfekte Gelegenheit für einen Langzeit-Test.

WunderklavierAls wir uns entschieden, eine Inszenierung über Mozart und seine Musik zu machen, war klar, dass die Musik eine weitaus größere Rolle spielen würde als in den bisherigen Stücken. Die Beschäftigung mit dem Thema bescherte uns – neben einer wunderbaren musikalischen Erlebniswelt – auch neue tontechnische Dimensionen. Mein Partner Andrej Garin baute ein Wunderklavier. Es ist eine Verbindung aus Klavier und Orchestrion, das mit einer Keyboard-Tastatur ausgestattet ist. Die Tastatur ist programmierbar. Man kann also mit den Tasten Geräusche oder Stimmen erzeugen, kann ein Musikstück starten oder beenden oder das Instrument auch ganz normal als Klavier benutzen. Theater gespielt wird sowohl verdeckt aus dem Instrument heraus als auch in offener Spielweise um das Instrument herum. Mein Partner befindet sich während der Vorstellung in dem Instrument, das auch ein kleines Tonstudio beherbergt. Der Ton wird mit einem Laptop gesteuert. Er agiert als Puppenspieler in den Spielflächen, die sich durch Türen öffnen. Gleichzeitig agiert er als Techniker. Er bedient die umfangreiche Musik der Inszenierung und hat dabei die Technik ständig unter Kontrolle.

In dem KlavierDie inzwischen über 100 Aufführungen mit unserem Stück „Heute: Mozart!“ haben gezeigt, dass ein tragbarer Computer ein sehr gutes Medium für eine moderne Tontechnik ist, weil er unendlich viele gestalterische Möglichkeiten bietet (die man natürlich erst einmal erlernen muss). Für den Einsatz in unseren anderen Stücken, bei denen wir allein oder zu zweit auf der Bühne stehen und niemand da ist, um die Technik zu kontrollieren, ist ein Laptop unserer Erfahrung nach jedoch zu anfällig.

Auf der erneuten Suche nach einem geeigneten Abspielgerät hatten wir schließlich das Glück, einen genialen Tontechniker kennen zu lernen, der ein Gerät entwickelt hat, das für Puppenspieler geradezu ideal ist. Herr Maares hat einen prozessorgesteuerten MP3-Player gebaut, der alle Eigenschaften hat, die für einen mobilen Betrieb erforderlich sind. Er ist sehr klein, sehr leicht, liefert eine sehr gute Qualität und er ist programmierbar. Man kann z.B. eine Autostopp-Funktion einrichten. Das heißt, jeder Track braucht nur gestartet zu werden und stoppt am Ende automatisch. Für uns hat Herr Maares das Gerät mit einem großen Netzteil ausgestattet. Dadurch konnten wir die Netzteile der anderen Komponenten einsparen und haben nun unsere Tontechnik, bestehend aus MP3-Player, Mischpult und 1 Mikrofonanlage in einem kleinen Köfferchen, das wesentlich leichter ist als das Compulight. Die Tonträger sind USB-Sticks. Wir haben entschieden, für jede Inszenierung einen eigenen USB-Stick zu bespielen. Sie sind als Speichermedium sehr gut geeignet, sind nahezu unverwüstbar (es sei denn, man tritt drauf!). Sollte doch mal etwas passieren, kann man ganz leicht einen neuen herstellen. Alle Musikstücke sind als Sicherheit auf unserem Laptop gespeichert.

Für mich ist dieses neue Gerät die beste Lösung für unsere Tontechnik, die wir je hatten. Es ist ein ideales Gerät für alle, die großen Wert auf eine gute Tonqualität legen und dabei eine moderne, programmierbare Technik verwenden wollen, sich aber nicht auf einen mehr oder weniger anfälligen Laptop verlassen möchten. Wir haben das Gerät seit mehreren Monaten im Dauereinsatz getestet und sind rundum zufrieden. Besonders bei meinen Solo-Tourneen freue ich mich über das leichte Köfferchen, das mir eine glasklare Tonqualität beschert – und das bisher ohne eine Panne!

Herr Maares stellt den prozessorgesteuerten MP3-Player als Grundmodell her oder auf Wunsch auch in einer komplexeren Version mit größerem Netzteil und Funkmodul. Funktionen und Tastenbelegung sind auf Wunsch individuell programmierbar, das heißt, man bekommt das Gerät so wie man es tatsächlich braucht.

So wie Herr Scheuffler das Compulight speziell für die Bedürfnisse von Puppenspielern entwickelt hat, hat auch Herr Maares den MP3-Player speziell für den mobilen Theaterbetrieb gebaut. Das Gerät ist aber auch ideal für den Musikunterricht in Schulen.

Wir haben beide Geräte – das Compulight und den MP3-Player – miteinander verbunden. Mit einem einzigen Knopfdruck auf unseren Funksender können wir damit gleichzeitig einen Soundtrack und die entsprechend programmierte Lichtsequenz starten. Damit erreichen wir auch im mobilen Betrieb eine ausgesprochen gute und überraschend vielseitige Ton- und Lichtqualität, die unsere Inszenierungen bereichert.

Spüren legen in den Kinderseelen

Mittwoch, 06. September 2006

Soester Westfälischer Anzeiger

Ellen Heese verzauberte mit ihrem „Theater en miniature” Schüler und Lehrer der Pankratius-Schule Kinder lernten mit viel Spiel und Witz eine ganze Menge über Mozarts Musik
MÖHNESEE • Mit Donnergrollen holte der Teufel den verlogenen und hinterhältigen Don Giovanni, Stabmarionetten setzten das dramatische Geschehen auf engstem Raum gekonnt in Szene. Kaum hatte der Höllen-schlund den Bösewicht ver schlungen, klappten die Flügeltüren der geheimnisvolle Konstruktion wieder zu: Das Wunderklavier von Ida Rubinstein, gespielt von Elle Heese, schlug die Kinder de Pankratiusschule sichtlich i seinen Bann.
Mit gleich zwei Aufführungen für die ersten und zweiten Klassen und noch einma für die dritten und vierter Klassen brachte die Puppen und Figurenspielerin mit ihrem „Theater en miniature’ große Opernatmosphäre in die Turnhalle, verzaubert dabei Schüler wie Lehrer mi einem witzigen Spielfaden Passend zum Mozart jäh tourt die gelernte Sozialpädagogin mit der kleinen Mozart Puppe und „Caruso”, der frechen Hunde-Handpuppe durchs Land, bringt über die kurios in Szene gesetzte Lebensgeschichte des großen Meisters dem jungen Publikum dessen Kompositionen näher. „Man muss Spuren legen in den Kinderseelen, die Kleinen schon früh auf spielerische Art und Weise für die klassische Musik interessieren”, so umriss Ellen Heese ihre Mission.
Das gelang vortrefflich - die Steppkes rieben sich die Augen bei manch aberwitzigen Kunststückchen der kleinen Hauptdarsteller und spitzten die Ohren, wenn mitten im Gewusel die schönsten Melodien ertönten.
„Bella notte, liebe Lotte -gute Nacht! Scheiß ins Bett, dass es kracht!” Stets vorwitzig und durchaus authentisch-deftig gab sich die kleine Mozartpuppe im Zwiegespräch mit der guten Ida und dem zotteligen Caruso\- die Kleinen hatten ihren Spaß am Spaziergang durch ein Stück Musikgeschichte. • brü

Heute: Mozart!

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Ellen Heese zeigte den Kindern, wo es bei Mozart musikalisch.

Ein durchtriebenes Schlitzohr zu Gast

Dienstag, 14. März 2006

Harzkurier
Till Eulenspiegel zu Besuch in der Grundschule Bad Sachsa mit dem „theater en miniature”
BAD SACHSA (bru/red). Wer kennt ihn nicht, den bekanntesten Narren des Landes, Till Eulenspiegel? Die Kinder der Grundschule Bad Sachsa konnten dem Wortverdreher, listigen Schalk und durchtriebenen Schlitzohr selber begegnen.
In zwei Vorstellungen führte das „theater en miniature” das Narrenspiel mit Masken, Handpuppen, mittelalterlichen Kostümen und mittelalterlicher Musik auf. Dabei gelang es den Schauspielern mit den Figuren „Zack” und „Zanni” ausgezeichnet, zwei Komödianten zu spielen, die -als Rahmenhandlung - mit ihrem fahrbaren Theater von Marktplatz zu Marktplatz ziehen, um dort die Lebensgeschichte von Till Eulenspiegel zu präsentieren. Auf humorvolle und scherzhafte Weise konnte diese Rahmenhandlung immer wieder die Kinder für die folgenden Eulenspiegeleien sensibilisieren.
Nacheinander schlüpften die beiden Komödianten in verschiedene Rollen: Tills Eltern, Nachbarn, hochgestellte Herren, verschiedene Handwerker und ein König. Till Eulenspiegel selber wurde durch eine mitgeführte Marionette dargestellt.
Die Schauspieler nahmen die Kinder auf eine erlebnisreiche Reise durch Eulenspiegels Leben und seine Episoden mit, wie er so manchen zum Narren hielt und wie er schließlich beerdigt wurde.
So sonderbar sein ganzes Leben war, so sonderbar wurde er auch begraben: Da er nicht in das Loch passte, wurde er einfach senkrecht stehend beerdigt.
Den beiden Schauspielern Ellen Heese und Andrej N. Joukov gelang es jedenfalls „spielend”, über 75 Minuten lang die jungen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und sie in die’Welt des Mittelalters zu entführen. Dafür erhielten sie am Ende laute „Zugabe”-Rufe der Kinder.
„Till Eulenspiegel” ist nach der Aufführung von „Alibaba und die 40 Räuber” im vergangenen Schuljahr die zweite Vorstellung des „theater en miniature” an der Grundschule, die von Schülern und Lehrern begeistert aufgenommen wurde.


Till Eulenspiegel

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Mit Kuschelbären auf Abenteuerreise gehen

Montag, 19. Oktober 1998

HNA
KINDERTHEATER
KASSEL

Wer kennt ihn nicht, den Klassiker der Teddybären, Pu. Der kleine Abenteurer fliegt mit einem Luftballon gen Himmel, um an das Bienennest im Baum zu kommen. Doch damit das Honigmäulchen wieder herunterkommt, muß erst Freund Ferkel von unten ein Loch in den Ballon schießen. Oder er geht auf die Suche nach dem verlorenen Schwanz des Esels „la”. Denn Pu und seine Freunde halten zusammen und entdecken die weite Welt. Mit dem Stück „Pu, der Bär” läutete Ellen Heese im Dock 4 die „Bärensaison” der Kindertheaterstücke ein. Bis zum 25. 10. spielen außerdem das Kasseler Puppentheater Knorzkopp sowie drei Gastbühnen verschiedene Geschichten über die Geborgenheit spendenden Identifikationsfiguren von Kindern. Puppenspielerin Ellen Heese machte bei der Premiere des zu 90 Prozent an die Originalversion angelehnten Textes von A. A. Milne die tierischen Protagonisten zu sehr greifbaren und glaubhaften Charakteren. Warmherzig spielte sie die goldigen Figuren zum Gernhaben. Die stark verkürzte Geschichte für Kinder ab vier Jahren bescherte dem kleinen und großen Publikum amüsante Kurzweil, für die es am Ende dicken Applaus gab. Hintergrund für das Kindertheäter bildete eine pfiffig gestaltete Bühne. Außerdem peppten Gesangs- und Musikeinlagen das Stück auf. „Ich liebe den Pu” sagt Heese. Jahrelang hat sie versucht, die Rechte für die Aufführung zu bekommen.

Pu der Bär

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Winzig in Afrikas Dschungel

Montag, 20. Oktober 1997

Darmstädter Echo
ABENTEUER AFRIKA im Schlößchen mit Ellen Heese
„Afrika, das ist ein Land, wo fast immer die Sonne scheint… Es ist die Welt von Winzig, dem kleinen Elefanten, der seine Eltern verliert und auf der Suche nach ihnen viele aufregende Abenteuer erlebt.” Die „Traumbühne” aus Kassel hatte am Sonntag zur Eröffnung der Puppenspieltage im Schlößchen im Prinz-Emils-Garten ihr kleines Publikum nebst Vätern und Müttern dorthin mitgenommen.
An der Wand hing eine große Landkarte, ein bißchen verdreht, weil sie sonst nicht hingepaßt hätte. Wüsten und Dschungel waren darauf zu sehen, Flüsse, der Kilimandscharo mit seiner Schneekuppe. Ellen Heese (alias Afrikareisende im Tropenanzug, alias Puppenspielerin) erklärte die Karte, erzählte von ihrer Reise, den Tieren, ließ eine kleine Elefantenherde auf ihrem Rednerpult aufmarschieren und war unversehends in der Geschichte „Winzig, der kleine Elefant” drin, nacherzählt nach einem Bilderbuch von Erwin Moser. Das Stehpult mit seinen vielen Fächern und Schubladen wurde zur Bühne, vielfach veränderbar mit Klappen, Fächern, Schuhen und Tüchern. Winzig, der kleine Elefant, durch die Lupe betrachtet, wurde auf einmal ein rundes, pummeliges Elefantenkind mit beweglichem Rüssel, das von Station zu Station seinen Weg suchte.
Immer wieder kippte Ellen Heeses geradlinige Erzählung in Spielszenen um. Die Kulisse veränderte sich, die Figuren würden lebendig, man vergaß, daß sie ihre Stimmen einer einzigen Sprecherin verdankten. In der Handlung einfach, barg das Theaterstück doch viele, liebe-und phantasievoll komponierte Detalszenen, hier ein herzhaftes Schimpfwörtergefecht zwischen Winzig und dem Krokodil, dort einen heftigen Sandsturm, bei dem tatsächlich Sand stieb sogar aus den Wüstenecken der Landkarte rieselte und schließlich in Verwehungen auf dem Bühnenpult zurückblieb.
Aus Erzählung und Spiel, Musik und Geräusch, Kulisse und Figuren schuf Ellen Heese ein phantasievolles und zugleich technisch ausgetüfteltes kleines Theater. War der kleine Held auch zwischendurch verzagt oder zornig, immer wieder gab es Trost und Ermutigung bis zum guten Ende.


Winzig der kleine Elefant

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Neue Ideen, tolle Sachen, ein flottes Auto und ein geräumiges Zelt

Mittwoch, 29. Mai 1991

HNA 1991/05/29
Abschluß der Kindertheaterwoche
Kassel. Eine Woche gehörte das Dock Kindertheatergruppen aus Kassel und Umgebung, die sich spontan zur Organisation einer Nordhessischen Kindertheaterwoche zus anmenge tan hatten. Clowns und Akrobaten, Musiker und allerlei illustre Figuren gaben sich ein Stelldichein rund um den Cafewagen des Zelttheater „Comoedia Mundi”.
Für die Allerkleinsten hatte die „Traumbühne” ihre „Klimperknöpfe” mitgebracht. Rosalinde liebt bunte Knöpfe, Otto mag kuschelige Wolle. Zwischen Umzugskartons, Kleiderständer und Kommode haben sich die beiden häuslich eingerichtet und verstehen sich prima, bis Nicki auftaucht und die schöne Harmonie aus dem Gleichgewicht bringt. Dabei hat er gar keine bösen Absichten, ganz im Gegenteil: neue Ideen, tolle Sachen, ein flottes Auto und ein geräumiges Zelt Und kommt sogar auf den Dreh, wie die Klimperknöpfe richtige Musik machen, wenn man sie nur ein bißchen durcheinanderwirbelt.
Mit einfachsten Mitteln, phantasievoll in Szene gesetzt, gestaltet Ellen Heese ihre Geschichte Über Freundschaft, Eifersucht und die Schwierigkeiten des Teilens. Ein orangeroter Fingerhandschuh mit Ohren und Augen auf dem Zeigefinger, ein gelber und ein blauer Socken über der Hand, breitmäulig und glotzäugig ausstaffiert, schon ist das muntere Trio fertig. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, Rosalinde fehlt noch eine Pieps-stimme, Nicki muß unverwechselbar lispeln und Otto an den sonoren Tönen erkennbar sein. Außerdem hat Ellen Heese natürlich nur zwei Hände und da sind einige fliegende Wechsel nötig, wenn ständig drei putzmuntere Figuren in Aktion sind. Bravourös leiht die Spielerin allen Hand und Stimme, bis schließlich eine neues Arrangement zu dritt gefunden ist, mit dem auch das Publikum sich einverstanden zeigte.


Klimperknöpfe

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