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Großartige reiche Fantasiewelt

Montag, 26. September 2005

Kreis Emsland, Lingener Tageblatt 26.09.2005

AUF DER BÜHNE DES KULTURFORUMS ST. MICHAEL schufen Ellen Heese und Andrej Uri Garin vom Theater en miniature” mit der Aufführung des Märchens „Ali Baba und die 40 Räuber” eine reiche Fantasiewelt.
Das 12. Internationale Fest der Puppen in Lingen fand große Resonanz


Theater en miniature spielte im Kulturforum „Ali Baba und die 40 Räuber’
Von Benedikt Tondera


Das Puppentheater bezieht einen Teil seines Reizes aus der Fähigkeit, auf kleinem Raum und mit wenigen Darstellern Inszenierungen realisieren zu können, die eigentlich eines großen Material- und Personalaufwandes bedürften. Dies zeigte sich im besonderen Maße bei der Aufführung von „Ali Baba und die 40 Räuber” des „Theater en miniature” aus Kassel auf der Bühne des Kulturforums St. Michael.
Fast 50 Figuren bevölkern diese orientalische Erzählung, doch die beiden Darsteller Ellen Heese, Andrej Uri Garin und der Regisseur Jojo Ludwig ließen sich davon nicht abschrecken. Mit viel Fantasie und Kreativität gestalteten sie Kostüme, Figuren und ein Bühnenbild, das der anspruchsvollen Geschichte absolut gerecht wurde.
Sie handelt vom mittellosen Ali Baba, der eines Tages eine Räuberbande dabei beobachtet, wie sie ihre Beute in einer Berghöhle deponiert. Er sucht die Stelle auf und findet dort unermessliche Reichtümer. Ali kann der Versuchung nicht widerstehen und nimmt einen Teil davon mit.
Als sein Bruder Kasim Wind von der Geschichte bekommt, macht er sich auf zu dem reichen Schatz der Räuberbande. Doch dort wird er vom Räuberhäuptling ertappt und kurzerhand enthauptet. Der erboste Anführer der 40 Räuber macht sich nun auf die Suche nach dem Entdecker seines Verstecks. Die Spur führt ihn direkt zum Haus des Ali Baba.
Ellen Heese und Andrej Garin gelang es, das Märchen über die Gier und die verderbliche Kraft des Reichtums kindgerecht aufzuarbeiten, ohne die
Dramatik der Inszenierung aus dem Auge zu verlieren. Erstaunlich war dabei, welchen Ideenreichtum die beiden Darsteller dabei an den Tag legten. Garin spielte die Rolle des Tuchhändlers, der der Geschichtenerzählerin (Heese) das Märchen von Ali Baba für teures Geld verkauft. In der Erzählung selbst spielen fast lebensgroße Stoffpuppen die Hauptrolle; aber auch Miniaturpuppen und in Stoffvorhänge eingearbeitete Gipsmasken werden kurzerhand zum Leben erweckt.
Auch bei der Konzeption des Bühnenbildes zeigte sich das „Theater en miniature” einfallsreich. In vorderster Front stellte ein aus Stoffstreifen bestehender, wendbarer Vorhang wechselweise ein Häuser- und ein Gebirgspanorama dar. Für Szenen, die innerhalb der Räuberhöhle spielten, konnte dieser Vorhang beiseite geschoben werden, und es trat ein weiterer Vorhang zum Vorschein, hinter dem sich der kostbare Schatz befand.
Innerhalb dieser Kulisse tauchten die Darsteller immer wieder aus der Perspektive der Erzähler ab in die Handlungsebene. Auf diese Weise konnten Heese und Garin die Handlung vorantreiben und sie zugleich für die Grundschüler im Kulturforum kommentieren. Es war erstaunlich, welch eine großartige Fantasiewelt allein von zwei Puppenspielern entworfen werden kann.

Alibaba und die vierzig Räuber

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Stoffe und Puppen, die fesseln und verzaubern

Mittwoch, 11. Februar 2004


Die Puppen sind los: In Göttingen laufen gerade die 19. Figurentheatertage. Den ersten Auftritt im Kino Lumiere bestritt das Kasseler Theater „en miniature” mit „Ali Baba und die 40 Räuber”.
Dort, wo sonst Filme gezeigt werden, hängen Tücher und Stoffbahnen in kräftigen Farben: Ellen Heese und Andrej Uri Garin vom Kasseler Theater en miniature haben am Montag die Bühne im Göttinger Kino Lumiere in einen orientalischen Marktplatz verwandelt. Hier erfährt Scheherazade, die Geschichtenerzählerin aus 1001 Nacht, vom Stoffhändler Mustafa die Geschichte von Ali Baba und den 40 Räubern.
Und die kennt jedes Kind: Mit „Sesam öffne dich” erschließt sich der arme Holzfäller Ali Baba einen großen Räuberschatz. Weil er ja ein ehrlicher Mann ist, überlegt er sich, ob es wohl Diebstahl ist, Diebe zu bestehlen? „Nein, nein”, rufen die Kinder im Publikum. Und haben auch gleich die Lösung für das schlechte Gewissen parat: „Gib es den Leuten zurück!” Aber, genau das macht Ali Baba nicht. Er nimmt etwas für sich. Sein Bruder wird neidisch, holt sich auch eine große Portion von dem Schatz und wird deshalb vom Räuberhauptmann geköpft. Der sucht später - zusammen mit seinen 40 Räubern in Ölfässern - Ali Baba heim, um ihn zu töten. Doch Ali Babas Frau und die seines Bruders retten den Holzfäller vor dem Tod.
Rund eine Stunde lang fesseln und verzaubern Ellen Heese und Andrej Uri Garin ihr junges Publikum im Lumiere mit großen und kleinen Puppen, mit verstellter und unverstellter Stimme, mit tollen Effekten und orientalischen Klängen. Zu zweit spielen sie beinah unzählige Rollen, lassen Kleine und Große vergessen, dass Ali Baba und Fatima, die Räuber und der Esel und die anderen „nur” Puppen sind und verblüffen das Publikum mit immer neuen Überraschungen, die ihr großartiges Bühnenbild hergeben. Die Kinder belohnen es mit „Ahs” und „Ohs” und Begeisterung.
Sandra Czabania

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