Samstag, 26. Februar 2011
20.2.2011 Wie Findus zu Pettersson kamBammental. Die Übungsräume des Zentrums zeigten sich in neuem Gesicht und lockten so viele Familien zur Sonntagnachmittag-Vorstellung, dass sie bald völlig ausverkauft war. Nach dem anfänglichen Trubel bei der Suche nach einem guten Platz wurde es sofort mucksmäuschenstill als es endlich losging. Kleine und Große verfolgten eine Stunde lang ganz gespannt das Geschehen auf der Bühne und ließen sich von Findus und Pettersson verzaubern.Aino Meinhardt, die Leiterin des Jin Shin Jyutsu Zentrums sagt:Es ist eine wunderschöne Inszenierung, bei der Erwachsene und Kinder zusammen lachen und sich entspannen können. Es sind alle ganz glücklich nach Hause gegangen.Förderer: Landesverband Freier Theater Baden Württemberg e.V.

Findus
zu dem StückPressefotoFoto live bei flickr Tags: Findus, Bammental, 2011220Youtube Tags: Findus, Bammental, 2011220Feed (Artikelsammlung zu Thema Findus)
Stichwort:Bammental, Figurentheater, Findus, Kindertheater, Leimen, Nordqvist, Pettersson, Puppentheater, Rhein-Neckar, Sven Nordquist, Theater, Wie Findus zu Pettersson kam
Veröffentlicht in Für Kinder ab 4 Jahre, Journal, Kindertheater, Wie Findus zu Pettersson kam | Keine Kommentare »
Samstag, 12. Februar 2011
Das „Theater en miniature“ erzählt im Haus Catoir die Geschichten des ewigen Schalks Till Eulenspiegel
VON SIGRID LADWIG
Bad Dürkheim. Ein Schalk und Schlingel, ein Spaßvogel, Rebell oder Taugenichts – von Till Eulenspiegel kann man viele Bilder und Meinungen haben. In einem aber waren sich die kleinen und großen Zuschauer, die gestern ins Haus Catoir gekommen waren, ganz sicher einig: Wie das Heidelberger „Theater en miniature“ sein Stück „Till Eulenspiegel“ auf die Bühne bringt, ist für alle ein großes Vergnügen.
Die Inszenierung für Kinder ab sechs Jahren packt das Geschehen in eine Mischung aus Figurenspiel und komödiantischem Maskentheater in Form der commedia dell’arte. Die beiden Bühnenakteure Ellen Heese und Andrej Uri Garin treten also zum einen als Figurenspieler auf, zum anderen als wandernde Schauspieler, die auf Marktplätzen Theater spielen.

Ein Schalk wird geboren: Ellen Heese und Andrej Uri Garin schicken Till Eulenspiegel in die Welt.
Allein wie sie sich im Handumdrehen in die gegensätzlichen Charaktere von „Zack“ und „Zanni“ verwandeln, indem sie ihre ausdrucksvollen, ledernen Masken aufziehen, ist für das junge Publikum ein Erlebnis. Sofort wird klar: Die zwei auf der Bühne sorgen für knisternde Spannung, indem sie sich immer wieder miteinander anlegen. Während Zack, überzeugend gespielt von Andrej Uri Garin, das Kommando führen will, ist Zanni, in dessen Rolle Ellen Heese glänzt, der unerschrocken hinterfragende Zweifler und Spötter. Geschickt erzielt die Regie von Jürgen Flügge im Wechsel zwischen Schauspiel und Puppentheater eine interessante Mehrschichtigkeit. Während die Maskenspieler eben noch über Moral debattieren, geht die Geschichte Till Eulenspiegels auch schon los: Köstlich gelingt die Szene von Tills Geburt. Ein paar Schreie der werdenden Mutter und Handgriffe mit der geknüllten Schürze und schon liegt ein gewindeltes Paket in ihrem Arm, das ordentlich plärrt. Die Besetzung von Vater und Mutter zeigt das „Theater en miniature“ auf lustige Weise „andersherum“. So können sich die Zuschauer über Garin als Tills Mama amüsieren, die mit ihrer Trunkenheit dafür sorgt, dass ihr Sohn gleich dreimal getauft wird.
Ellen Heese wiederum beeindruckt in Szenen wie der vom dahinscheidenden Vater: Wie sie dessen Herzversagen sehr lebensnah spielt und dann mehrfach die Wirkung aufhebt, indem sie auf eine andere Ebene wechselt – „muss ich schon sterben?“ — das ist große Klasse. Aus dem handlichen Windelpaket ist auf der Bühne schnell ein halbwüchsiger Schlingel geworden – die gelenkige Figur des Till hat wie die anderen Puppen Andrej Garin aus Lindenholz geschnitzt. Als Till auf Wanderschaft geht und sich bei Schmied und Schuster als Geselle versucht, werden Anklänge ans Kasperletheater eingearbeitet. Die Kinder erleben die folgenden Schelmereien mit Spannung und Vergnügen. Löblich, dass die Inszenierung das allzu Herbe und Derbe aus der Textvorlage herausnimmt. Immerhin verdrießt der Eulenspiegel aus dem Volksbuch seine Zeitgenossen beharrlich mit seinen Ausscheidungen und zeigt sich gegenüber Mensch und Tier recht grausam. Die Kinder lernen seine angenehmere Seite kennen, nämlich Till als witzigen Schelm mit roter Narrenkappe, der sich auch von einem König nicht einschüchtern läßt.
Wenn du gestern das Kindertheaterstück über Till Eulenspiegel gesehen oder darüber gelesen hast, fragst du dich vielleicht, ob dieser Junge wirklich einmal gelebt hat. Echte Beweise dafür hat man nicht gefunden. Doch seine Geschichte wird in einem alten Volksbuch überliefert. Dort wird berichtet, dass der Junge im Jahr 1300 in der Nähe von Braunschweig zur Welt kam, auf den Namen Till getauft wurde und seine Mitmenschen bald mit Streichen an der Nase herumführte. Geschrieben wurde dieses Buch aber erst 200 Jahre nach den geschilderten Ereignissen. Da kann man natürlich mit Recht bezweifeln, ob der Verfasser des Buches die Wahrheit so genau gekannt hat. Übrigens weiß man nicht einmal genau, wer es geschrieben hat, weil der Urheber sich im Buch nur mit einigen Buchstaben verrät. Jedenfalls ist Till in den Geschichten ein ziemlicher Faulpelz, der nichts richtig arbeiten will. Der
Schlingel hat vor nichts und niemandem Respekt. Aber mit seinen teils derben, teils schlauen Schelmereien hält er den Leuten eine Art Spiegel vor, in dem sie ihre eigenen Schwächen und Fehler erkennen können. Auf den meisten Abbildungen wird Till mit einer Narrenkappe dargestellt, an der klingelnde Schellen hängen. Narren konnten sich in früheren Zeiten so ziemlich jede Frechheit erlauben, sogar gegenüber mächtigen Personen wie Königen. Tills besonderer Trick: Er nahm wörtlich, was die anderen gar nicht so meinten, und setzte die Worte in die Tat um. Seine Streiche weckten die Neugier der Leute und so wurden sie weiter erzählt. Schadenfreude spielte dabei eine große Rolle. Zwar würden heutige Psychologen einen Jungen wie Till sicher verhaltensgestört nennen. Aber die Menschen sind heute nicht weniger schadenfroh als damals. Gerade die Sendungen im Fernsehen, in denen Leuten Mißgeschicke passieren oder wo sie sich blamieren, werden von vielen Zuschauern eingeschaltet. (lad)

zu dem Stück
Zu dem Stück
FEED “Till Eulenspiegel”
FEED “Kindertheater”Foto live bei flickr Tags: Eulenspiegel, DürkheimYoutube Tags: Eulenspiegel, DürkheimFeed (Artikelsammlung zu Thema Eulenspiegel)
Stichwort:Bühne, commedia, Commedia dell'Arte, Figur, Figurenspiel, Garin, Geburt, Heese, Heidelberger, Inszenierung, Jürgen Flügge, Kasperletheater, Kinder, König, Lindenholz, Masken, Maskentheater, Moral, Narrenkappe, Pfalz, Puppentheater, Rebell, Rhein-Neckar, Rheinland, Schalk, Schauspiel, Schlingel, Schmied, Schuster, Spannung, Spaßvogel, Spiegel, Spötter, Taugenichts, Till Eulenspiegel, Vergnügen, Volksbuch, Zuschauer, Zweifler, Андрей Николаевич Жуков, Жуков
Veröffentlicht in Für Kinder ab 6 Jahre, Kindertheater, Till Eulenspiegel | Keine Kommentare »
Freitag, 13. November 2009
Puppenspiel ist alles andere als kinderleicht
Profi-Puppenspielerin Ellen Heese hat auch schon „Klinik-Clowns” weitergebildet, die kranken Kindern Freude bereiten
Freitag, 13. November 2009
Von Karin Katzenberger-Ruf
Leimen/Rhein-Neckar. „Ich habe die Lust am Spielen nie verloren”, sagt Ellen Heese. Die Puppenspielerin, die mit ihrem Mann beziehungsweise mit dem „Theater en miniature” oft auf Tour ist, will nun etwas sesshafter werden. In Leimen hat die Familie, zu der auch ein 14-jähriger Sohn gehört, ein neues Domizil gefunden und dort vor einigen Monaten das „Seminarhaus Szenario” eröffnet.
Ein erstes Seminar unter dem Motto „Die Puppe als Partner” ging bereits erfolgreich über die Bühne. Weitere Seminare folgen im nächsten Jahr. Vor Weihnachten werden die professionellen Puppenspieler viel unterwegs sein. Ellen Heese, Jahrgang 1960, ist in Niedersachsen geboren, studierte Sozialpädagogik, war aber schon seit ihrer Studienzeit begeisterte Puppenspielerin und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht.
Jahrelang agierten sie und ihr Mann, der als gebürtiger Russe seine Ausbildung noch im Osten absolvierte, von Kassel aus. Aber offenbar ist rund um Heidelberg kulturell inzwischen mehr los. Da bot es sich an, nach Leimen zu ziehen. Just in jenes Haus, wo bis dahin die buddhistische Gemeinde ansässig war.
Für den Termin mit der RNZ hat Ellen Heese schon mal was vorbereitet: Der alte Petersson und sein Kater Findus stehen bereit, dazu die Hühner von dessen Bauernhof und ein paar Märchenfiguren samt Froschkönig, der auch ohne Krönchen total niedlich ist, wenn Ellen Heese ihm ihre Stimme leiht und ihn mit ein paar Fingerübungen zum Leben erweckt. Solche einfache Figuren sind es, die in Kinder-gärten, Altenpflegeheimen oder auch in anderen Einrichtungen die Stimmung richtig aufmischen können. Ein fröhlicher oder ein trauriger Frosch: Das geht immer direkt ins Herz.
Die Fortbildungsveranstaltungen, die im „Seminarhaus Szenario” angeboten werden sollen, richten sich auch an Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind. Sei es im Kindergarten oder im Altenpfle¬geheim. Sogenannte „Klinik-Clowns” hat Ellen Heese, die schon seit fünf Jahren Seminare anbietet, bereits weitergebildet. Sie weiß: Die kleinen Patienten, die oft eine monatelange Leidensgeschichte hinter sich haben, reagieren gut auf das Puppenspiel. Dies auch, weil sich auf Puppen „alle Gefühle übertragen lassen”, wie sie sagt. Das Prinzip funktioniert übrigens auch bei Demenz-Erkrankten. Von Kindheit an war Ellen Heese ein Fan der „Augsburger Puppenkiste”. Bei einem Seminar im nächsten Frühjahr sind bei ihr nun Akteure von dort zwecks „Stimmschulung” zu Gast. Puppenspiel ist nicht kinderleicht, sondern erfordert zwecks Bühnen-Präsenz höchste Konzentration. Auch das werden die künftigen Kursteilnehmer im „Seminarhaus Szenario” lernen. Auch wenn sie nicht auf die Bühne wollen, sondern sich einfach für ihren Berufsalltag weiterbilden.
Und wie sehen die „Seminar-puppen” aus? Das sind erst mal sackförmige Figuren mit zwei Knopf augen, mit denen spielerisch so ziemlich alles möglich ist. Selbst Susi, die rote Socke, taugt als erste Handpuppe. Bei den Seminaren im „Institut für Puppenspielkunst” sind Wochenend-Veranstaltungen unter dem Motto „Märchenhaft erzählen” im Programm.
Und wie dürfen wir uns das Familienleben der Puppenspielerfamilie vorstellen? Nur soviel: Der 14-jährige Sohn wurde mit der sprechenden Zahnbürste groß, war mit Gute-Nacht-Geschichten stets bestens bedient und hat sich auch bei langen Autofahrten nie gelangweilt.
Stichwort:Freude, Kinder, Klinik-Clowns, Leimen, Puppenspiel, Puppenspielerin, Rhein-Neckar, RNZ, Seminar, Seminarhaus, Szenario
Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »
Mittwoch, 15. Oktober 2008

Rose-Saal: Ellen Heese und das „theater en miniature” überzeugen mit dem munteren Figurenstück „Wie Findus zu Pettersson kam”
Der Alte und der Kater: Ellen Heese hauchte mit ihrem engagierten Spiel den beiden Figuren von Sven Nordqvist charmantes Leben ein.
OFTERSHEIM. Mucklas sind bekanntlieh äußerst sensible Wesen. Darum hieß es im Roses-Sal: „Handys aus, nichts essen und keine unnötigen Geräusche, sonst sind sie bald wieder verschwunden. So sie denn überhaupt auftauchen.” Mucklas leben im Haus vom alten Pettersson. Sie zeigten sich an diesem Nachmittag, soviel sei verraten, doch sie standen nicht im Mittelpunkt der Inszenierung.
Vielmehr drehte sich die Geschichte um ein kleines Kätzchen, um einen Kater, der das Leben des etwas schrulligen alten Mannes alsbald umkrempeln, aber vor allem lebenswerter machen sollte. „Wie Findus zu Pettersson kam”, so lautete der Titel des Stückes, das Ellen Heese vom „theater en miniature” mitgebracht hatte. Das Licht ging aus, die Spannung stieg, Musik erklang aus dem alten Grammophon und schon beim ersten Auftritt der Mucklas hatten die Kinder großen Spaß.
Der Blick des jungen Publikums wird dabei vermutlich vor allem den beiden großen roten Kisten gegolten haben, die im Verlaufe der Inszenierung als kreative und mit vielen Details versehene kleine Bühnen dienen sollten. Pettersson ist mürrisch an diesem Morgen. Wie so oft. Zu nichts hat er Lust, was Ellen Heese im gelungenen szenischen Spiel hervorhebt. Nicht einmal zum Angeln will er gehen und… jf
Doch nun hält die Erzählerin inne. Habe sie doch glatt die falsche Plattenseite aufgelegt, gibt sie mit einem Augenzwinkern zu verstehen, und beinahe die falsche Geschichte erzählt. Also alles wieder auf Anfang, die Tür der Kiste öffnet sich und Pettersson gibt sich die Ehre. Gekonnt und mit enormem Fingerspitzengefühl wird er dabei von der Puppenspielerin zum Leben erweckt. Viel Wert wurde ganz augenscheinlich auf die Beleuchtung gelegt. Ellen Heese wird ins rechte Licht gerückt, soll heißen, sie tritt in den Hintergrund und belässt den Fokus auf ihren Puppen, welche die Kinder augenblicklich in den Bann ziehen. Eine Kiste findet Pettersson vor. Eine Kiste, die sich bewegt und aus der nur wenig später der kleine Findus steigen soll. „Süßes Kerlchen”, meint Pettersson sofort. Mit ausdrucksstarker und überraschend wandlungsfähiger Stimme weiß Heese zu überzeugen. Die Kinder nehmen ihr gerne auch die Rollen als Findus, Pettersson oder als Erzählerin ab und sogar den Erwachsenen zaubert sie ein Lächeln auf die Lippen, wenn sie mit großartiger Stimmschattierung die Mucklas zum Sprechen bringt.
Eines wird ganz schnell ganz deutlich: da bahnt sich eine große Freundschaft zwischen dem kauzigen alten Mann und dem quirligen Kater an. Vorsicht vor den verrückten Hühnern muss Findus dabei nicht haben. „Ein lieber Kater”, befindet das Federvieh nach kurzer Zeit und wenn Findus wirklich ein mal Angst haben sollte, vor dem großen, aber durchaus harmlosen Dachs etwa, dann gibt es ja immer noch den Beschützerinstinkt von Pettersson. Und die umtriebigen Mucklas, welche zwar nur die Kinder sehen können, die für Pettersson je doch gerne eine „Socken-Spur” aus legen, um ihn bei Bedarf auf den richtigen Weg zu führen. kr

zu dem Stück
Zu dem Stück
FEED “Findus”
FEED “Kindertheater”
Stichwort:Baden Württemberg, Bibliothek, Bilderbuch, Bücherei, Figurenspiel, Figurentheater, Findus, Heidelberg, Hühner, Kater, Kinderbuch, Kindergarten, Kindertheater, Mechtild Nienaber, Mucklas, Musik, Nienaber, Nordqvist, Oftersheim, Ostern, Pettersson, Pfannkuchentorte, Puppen, Puppenspiel, Puppentheater, Rhein-Neckar, Schnapp die Oma, Sven Nordqvist, Wie Findus zu Pettersson kam
Veröffentlicht in Für Kinder ab 4 Jahre, Kindertheater, Wie Findus zu Pettersson kam | Keine Kommentare »